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Autor : Flxi
Meine kleine Mutze,
Beine Breit und
her mit deiner Futze!

Ach, so was zu schreiben?
Das gehört in kein Gedicht?
Liest du doch weiter, oder nicht?

Lecken, dilden, reiben
und zum Spaß mal ‘Pimmel’ schreiben
Hahaha, das ist so lustig
Dich zu ärgern macht mich durstig!

Trink meinen Saft, du kleines Stück,
Bevor ich dich von hinten pflück!

Ekeln muss es dich, Lesen sei dir eine Qual!
Ich brech’ auch die Form,
komm zu mir ins
tiefe
Tal!

Muß,
ein Gaunerwort für
Möse.

Gute Nacht,
nun sei mir nicht so
böse!

Autor : bratmiez
Ich habe mir wirklich schon einmal am "Nischl"* den Nischl eingerammelt. Das kam davon, weil ich damals immer mit dem Kopf nach unten die Straße entlang lief. Aber sooo tragisch war das gar nicht, weil ich nämlich auf meinem Weg zum Bahnhof einen "20-DM-Schein" gefunden hatte. Und genau das war auch der Grund, weshalb ich mein Hauptaugenmerk sofort in den Himmel richtete. Nein, nicht um Gott zu danken - ich musste natürlich prüfen, ob das niedliche "Annette von Droste-Hülshoff"-Poster auch keine Fälschung war. Und siehe da: keine Mickey Mouse, kein Michael Jackson und kein ... ach, was soll das Gelaber - Der Schein war echt!!! 

Und nun? Was macht man mit 2000 Deutschen Pfennigen, die man einfach mal so in den Schoß geworfen bekommt?
Heute entspricht das ja 10,23€. So viel Kohle war übrigens auch in einem Starterkit Anfang Zwanzigzwo.
Zwanzig kleine Münzen in einer kleinen Plastiktüte. Zu nix zu gebrauchen - nicht mal zum Rauchen, ha!
Ich schweife ab.

Tanken wäre blöd, also heutzutage. Damals lag der Benzinpreis bei: 1,51 DM!
Damals ist übrigens 1995. Da kommste schon mal locker bis nach Hof.
Heute bezahle ich ja allein mitm Omnibus bis nach Karl-Marx-Stadt 5,87 DM, also umgerechnet.
Aber das Öl ist bestimmt bald alle - gerade jetzt vor Ostern. Ich verstehe das!

Was würdest DU denn mit 10,23€ machen? Da brauchste Dir selbst bei ALDI keinen Wagen mehr nehmen, is so!
Eine Portion Bratnudeln, einen Döner und ne BILD, fertsch! (O.k., vielleicht noch einen "coffee to go?!)
Oder Du heiratest?! Damit müsstest Du hinkommen, wenn Du auf die schicke Kleidung und das große Fressen hinterher verzichtest. Allerdings ändert sich damit automatisch auch Deine Lohnsteuerklasse und natürlich auch Dein Beziehungsstatus. Und im Nu biste drinne - in der Mühle, vor der Dich die ganze Welt gewarnt hatte!

Vielleicht solltest Du auch erstmal zu Penny gehen? Das Tierfutter ist da ziemlich preiswert.
O.k., es ist auch billig! Abgesehen davon könntest Du aber den armen Viechern im Tierheim Langenberg, oder so, einen echten Gefallen tun! Es ist ja immerhin nicht deine Knete, die da lag! Es tut nicht weh, weißt Du?!
Aber dafür sind wir irgendwie doch ein wenig zu geizig, nicht wahr?

10,23€ sind übrigens ca. 41 Pfandflaschen!!! Das sind zwei LIDL-Tüten voll, oder drei.
10,23€ ist bzw. war außerdem eine halbe Monatsmiete in der DDR.
Die Relationen haben sich so verdammt nochmal verschoben - da darf man gar nicht nachdenken, ey!
Ich hab mal gehört, dass die Leute in München bis zu 1900€ verdienen. (Das sind 7600 Pfandflaschen!!!)
Aber die bezahlen ja auch 800€ Miete und mehr. Das verstehe ich.
Ich habe aber auch gehört, dass die Menschen in Chemnitz nur ca. 1000€ bekommen.
Aber die bezahlen ja auch nur 500€ Miete, verstehe!
Schweife ich ab? Ich schweife ab!

Ei, ei, ei, was macht man denn nun mit so einem Schein? Willst Du wissen, wofür ich ihn ausgegeben habe?
Für ne Kassette von den "Ärzten".
Die leiert jetzt noch in meinem Walkman.
Und immer dann, wenn ich mal wieder mit dem Omnibus nach Karl-Marx-Stadt fahre, dann denke ich an Mickey Mouse und an Michael Jackson und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen, während die fette Elke auf Westerland ein paar Blumen isst, joa!

Fazit: Ein "Zwanzig-DM-Schein" - ohne "Annette von Droste-Hülshoff" ist wie eine Katze ohne Schnurrhaare!!! 

fertsch!

*Der "Nischl" = ist der lokale Spitzname für das Karl-Marx-Monument in Chemnitz

7
Autor : Pusteblume





Sonntag

Montag

Dienstag

Mittag

Donnerstag

Freitag

Samstag









Autor : Flxi

Ach hier
Übrigens!
Dichter dichten Gedichte wie Dichterinnen Gedichte dichten
Und Klempner machen das mit undichten Wasserverbindungen

Ach weeste
Mensch!
Ich reg’ mich so uff weilde der Informationsflut wegen
deine Kritikfähigkeit resignativ aufgibst

Doofie!
(Kennste Goofy noch?)


Autor : seabluedreaming

I can describe in detail places, the weather, the mood of 20 years ago. My friends are surprised, they who can hardly even remember the very special events in their lives. Details invade me, I go over it all. My friends slowly tire of all my regrets; I am not good company. Especially because for some time, the shadow that follows me is not mine. It is much smaller and lighter and sometimes I can hear it whispering, laughing, telling me stories or even whine a bit when I move too fast and it is tired. I really believe that I recognize this shadow. I talk with it and only it pleases me. I get the feeling the world is slowly moving away and soon it will only be my shadow friend and me. There will come a day when I will no longer be able to stand, we think that day will never come but it is not always because of old age. Far away from the pack, my words will glide over the smooth bodies of others, we will no longer understand each other and I will already be long gone. In the crowd which I never liked, I will feel even less apt at elbowing out a place for myself. I'll slide down the slope. In the wind, under the tree, it is ashes that will flow over my hands. The screen of the world will show films in an unknown dialect, the images will be unfamiliar to me and emotionally empty. No tears in my eyes which no longer want to see neither beauty nor ugliness, neither the insipid nor tragedy, nothing will ever resemble what I loved because I love no more.


Autor : seabluedreaming
I am a veil between tomorrow and yesterday, a changing image, I do not exist. In my dreams I foresee what I lost, something that I never had, something that was never like an immutable body, a fragment of eternity, a tireless summer. I am only passing by, I carry in me the death of every moment, I do not really exist.

Autor : bratmiez
Der Kater krallt sich in mein Daunenkissen
Sein Schnurren dröhnt erbebend durch die Nacht
Fast hätte er das alte Ding zerrissen
Wahrscheinlich hat der Gute ein Gewissen
Sonst hätte er´s wohl gestern schon gemacht

Die Katze frisst mein kaltes Mittagessen
Laternenlicht erwärmt den halben Raum
Die andr´e Hälfte bleibt derweil vergessen
Mit Dunkelziffern wird dezent gemessen
Im Hinterkopf entsteht ein neuer Traum

Autor : Pusteblume




Human Error








































Autor : Pusteblume





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Autor : rika



deine träume

wünsche ich zu besuchen,

um dir zu erzählen,

von deiner schönheit.


,
Autor : rika



Blaugrün schimmert die Welle

sich der Sonne entgegen

zeigt innere Myriaden auf:

Wellen zu Wellen zu Wellen,

das Meer.

 


Autor : rika

 


du fängst den wind in deinen segeln

nimmst ihn auf in seinen regeln

machst dir seine kraft zum pferd

erkennst der richtung ihren wert

ziehst davon zwischen den wellen

und lenkst der wasser weiche schwellen

wie es dir gefällt

wie sich der himmel wellt

gibst du acht auf die gezeiten

und fliegst tauchst davon in endlos weiten.

 


Autor : rika

 

stahlgebäude aus tuch

umweben mich

klingend

tanze und singe ich:

in meinem suchen

meinem sinnen

meinem sein

fesselnd gebunden

weite und enge

ich mich gewunden

ein und lausche

den ehernen tüchern

im wind der zeit

 ...


Autor : rika

Schwere Wolken dunkelgrau tief

drücken den Horizont umrissener Häuser,

die sich stückeln in den Raum der Mitte,

Wohnstätten der Sterblichen

schweben über den Fluss,

gelbblaugrau ohne Hoffnung.

Einzig Licht sind Fetzen,

das Grau vom Himmel

das nieder webt

erlösend aus der Wand

durch Senkung der Last von oben

schafft sich Schwärze langsam Raum

um leichter zu sein als die innere Linie.

 

(Bild in der Krautwaldfabrik, 8/2011)


Autor : Mork

Zeitgeist


Der Zeitgeist von heute

ist mehr als eine Empfehlung,

sondern ist die eine Vorschrift.

Die Vorschrift über die

Ungebundenheit der Leute

dieser erkrankten Stadt.

Es ist nun mal ihr Gift

in schankvollen Gläsern.


Aber mein innigstes Geschenk

ist ein Ultimatum

in der Menschens Freiheit

Ich brauche kein Papier,

und waghalsig gedenk'

ich diesem Wissen entgegen,

dem Geist unserer Zeit,

dass alles hier vergänglich ist.


Es erscheint mir nur um zu gehen,

verbleibt nie an einem Ort,

kann nie stillstehen,

reißt sich los, ist wie ein Mord.


Was bedeutet Leben?

Das Gefühl gerät vergessen;

die Vernunft lacht

und das Herz pocht

in unaufhörlichen Beben,

presst das Blut in den Leib

für eine Blütenpracht,

dass ich nicht verleugne!


Gegen allen Willen

hört es nicht auf je zu schlagen,

sondern ist doch konstant.

Sind Augenblicke denn anders,

wenn ich gedenke im Stillen?

Oder ist alles eingesperrt,

vernichtet dann im Seelenbrand,

was Fortschritt genannt wird?


Es ist bescheiden, ist bescheiden

wie ein ungesagtes Wort,

es ist das Leiden,

reißt sich los, ist wie ein Mord.


Autor : Pusteblume









grün


gelb


orange


rot


braun


Humus














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