Leben und Zeit des Michael K., Spieltrieb, Der Idiot, Als wir träumten, Alexis Sorbas, The Wild Trees
Künstler:
Chad Taylor (Schlagzeuger); Thomas Behling, Anne Gelderblom, Monimond (Freunde)
...
9th February 2010 schüchternheit bitte
nicht mehr als arroganz
auslegen sondern als
solche erkennen und einen
schritt entgegenkommen,
ja?
6th November 2009 wenn dir das leben einen
haufen scheiße gibt -
mach limonade daraus.
3rd June 2009 ich such dich in der
ganzen Stadt, um dich zu
ignorieren/ ich fürchte
nur, wenn ich dich treff
- es wird nicht
funktioneiren.
12th April 2009 ein klarer sonniger Tag
und trotzdem setzen sich
die trüben gedanken
abends wieder fest, wie
der schmale dreckige
dunststreifen der hinter
den leuchtenden Häusern
liegt.
22nd December 2008 da sind die dinge, die
sich erst im winter
zeigen
(der
sommer hat vorzüglich
abgelenkt);
so wie die
Misteln in den hohen
Zweigen
ist nun den
Blicken ausgesetzt, alles
was kränkt.
10th December 2008 "Die meisten Menschen
verdunsten einem wie ein
Wassertropfen auf der
Hand" frei zitiert nach
Christian Morgenstern.
29th November 2008 "Das Leben ist eine
fortwährende Ablenkung,
die nicht einmal zur
Besinnung darüber kommen
läßt, wovon sie
ablenkt." Franz Kafka
7th November 2008 Statt dort, wo Menschen
Zwerge und blind - lieber
da sein, wo Berge sind!
10th September 2008 Aufgewacht, die Sonne
scheint. Ein Tag wie ein
Baum. Und ich bin hier,
ich bin angekommen.
3rd September 2008 "Die Liebe neigt ihrer
Natur nach so sehr zu
Verschwiegenheit und
Geheimnis, daß man
behaupten kann, alles,
was nicht geheim und
verschwiegen vor sich
geht, ist keine Liebe."
Madeleine de Scudéry,
(1607 - 1701),
französische
Schriftstellerin
27th August 2008 Und wieder ein Zitat,
diesmal von Christian
Morgenstern: »Wir
brauchen nicht so
fortzuleben, wie wir
gestern gelebt haben.
Macht Euch nur von dieser
Anschauung los, und
tausend Möglichkeiten
laden uns zu neuem Leben
ein.«
3rd August 2008 Kurt Tucholsky hat die
Worte für solche Abende
geschrieben: "Es ist so
viel unverbrauchte
Zärtlichkeit in
Hotelzimmern, wo sie
allein liegen: ein Mann,
oder eine Frau, oder ein
angebrochenes junges
Mädchen – in leiser
Lächerlichkeit liegen wir
allein. [...] Warum kommt
nie ein Einsamer zu einer
Einsamen? Stolz kriechen
wir in unser zuständiges
Gehäus, hygienisch,
unnahbar, vernünftig,
allein. Knips das Licht
an, sagt der Schlaflose
zu sich selbst (er duzt
sich, weil er sich schon
so lange kennt) – und
lies noch ein bißchen."
Ansonsten beginnt nun das
Sommerloch, alle fahren
in die Ferien, und dazu
habe ich ein paar
passende Texte
eingestellt.
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