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Ausstellungsprozesse
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Weiterführung des Artikels POLIS
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von Magdalene Schlenker
In Part 01 und 02 wurde die Spannung zwischen dem
Verhalten Einzelner und kollektiven Notwendigkeiten konkret ersichtlich. Part
01 fand im März diesen Jahres (2008) in einem Ladenraum auf der
Karl-Liebknecht-Straße statt und zählte insgesamt dreizehn TeilnehmerInnen. Von
Anfang an wurden sehr unterschiedliche Medien und Themen miteinander
arrangiert. Die Enge des Ausstellungsraums sorgte allerdings für eine
entsprechend hohe Intensität der Auseinandersetzung zwischen den Beteiligten.
Im
Juli und August (2008) wurde der „Universal Cube“, eine durch HGB und
kooperierende Hochschulen bespielte Etage der Halle 14, genutzt, um das Konzept
in stärkerem Ausmaß umzusetzen: zwanzig Gäste als Basis, sechs Wochen
permanente Präsenz und jeden Samstag eine Vernissage mit Live-Musik. Am Ende
hatten sich die Positionen mehr als verdreifacht. Eingeladen wurde sogar bis
zur siebten „Welle“, d.h. zum Teil lagen sechs Personen zwischen einer
Erstgeladenen und einem letzten Teilnehmer. Insgesamt kamen Einzelbeiträge aus
zehn Ländern zusammen. Wer auf einen thematisch strukturierten Rundgang (Link
Rundgang Part 02) mitkommen möchte, kann mehr über Standpunkte und Verbindungen
erfahren.
Der Verlauf der Einladungspolitik hat sich
naturgemäß sozial gestaltet: Statt aus dem Bewerbungsarchiv wurden oft Bekannte
und Freunde der Ausstellenden als neue Gäste akquiriert. Auseinandersetzungen
hingegen wurden auch mal umgangen, weil die betreffenden Personen nicht
anwesend waren bzw. sich nicht kannten. So wird man mit den Reflexen der
Rollenverteilung konfrontiert. Die Initiatoren wünschen sich dann, dass die
Möglichkeiten noch intensiver ausgeschöpft und die Beteiligten mündiger handeln
würden. Zur Selbstermächtigung anzuregen ist eine große Herausforderung. Doch
die erwartungsoffene Grundhaltung bleibt. Alles, was passiert, gehört zum
Prozess und KünstlerInnen sind keine Kuratoren.
Part 03 wird im Oktober 2009 in
Leipzig stattfinden. Angestrebt wird ein exklusiver Veranstaltungsort, der
zentrumsnah gelegen ist und Kapazitäten für etwa vierzig Künstler birgt, von
denen zunächst etwa fünf den Zyklus beginnen sollen. Voraussichtlich werden
inhaltliche und ressourcenbedingte Bezüge zu den städtischen Zwanzigjahr-Feierlichkeiten
der so genannten Friedlichen Revolution hergestellt. Mit Spannung sind dazu
zeitgenössische Positionierungen zu erwarten. Denn eine Auseinandersetzung mit
demokratischen Fähigkeiten und der Genese prozessualer Konventionen bleibt
aktuell. In einem anderen Zusammenhang konstatierte dies auch der
Kunsttheoretiker Gerald Raunig vom Europäischen Institut für progressive Kulturpolitik
in Wien:
„Nicht in der zum Klischee verkommenen Widerständigkeit des autonomen
Kunstwerks, aber auch nicht in der plumpen Tendenz des revolutionären Sujets,
sondern in der Übersetzung der formalen Fähigkeiten der KünstlerInnen vom
Kunstwerk auf die Organisationsformen der Gesellschaft liegt demnach die
politische Bedeutung der Kunst.“ (Transversal 04/2001).
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Hallo, ich möchte dazu noch etwas anfügen: „mittelmäßig“ klingt
offensic...
interessantes interview...ich würde schon gern wissen, wie denn eine
...
Falls es jmd. interessiert - zum Automatique Clubbing habe ich ein paar Fotos...