der jahresneuling baut sein fundament tief in die selten erreichten unterregionen der thermometerskale. da hilft kein strohhut an der decke, kein widerspenstiges ich-zieh-doch-keine-unterhosen-an und auch nicht der leiseste sonnenstrahl. im gegenteil: er scheint nur noch mehr kälte ob der klaren nachtverhältnisse zu verkünden.
letzte reste des silvesterrausches sind auch längst aufgebraucht, es wird wieder schneidend klar wahrgenommen: heiße suppen und wollstrümpfe braucht der mensch. dies wird ein standfestes jahr! es wird nicht weniger glückstränen und freudentaumel geben. nicht weniger geburten und auch nicht weniger todesfälle. nicht weniger bomben, aber sicherlich wirksamere. nicht weniger vögel, aber vielleicht schwärzere. nicht weniger wolken, aber sicherlich anders verteilt. wenns nur mit dem geld auch so wäre. aber das wird vielleicht weniger.
ein geländer aus eiszapfen säumt die fluchtwege der städtischen tauben. großflugvieh muss häufiger und unartgerecht zwischenlanden und die marienkäfer erfrieren auch in den besucherritzen altbackener häuser.
zu guter letzt bleibt der kampf zwischen bakteriophagus und homo magnus als zäher, schleimiger, dunkler fluss. ach nein, das war ja das leben. bei bohren & der club of gore. ist deren leben. kann jeder, wie er will. das ist phänomenal, geradezu einzigartig.
aber zurück zum kampf. krankheit ist der widerlichste müßiggang von allen. gezwungen zum nichtstun, weil man nichts tun kann. gedanken bekommen ausgang und verlieren jeden sinn. dieser verlust ist die letzte bastion des krankheitsduells. dann wird es besser.