es rüttelt im zelt, die welt wird groß und das heim gruselig. brachliegende zimmerfußböden, kalte öfen an weinenden wänden, sonne streift an der leere entlang. wortschwere wetter ziehen davon, sich an kälteren orten abzuregnen und dem neuaufbau ein klima zu verschaffen, denn kein ort besteht ohne. bilder erhalten erinnerungswert, gespräche werden dokumentiert und zwischenmenschliches relativiert. doch nur diese abkehr ermöglicht wiederkehr, nur die ansicht von außen ein verstehen des innen.
vielleicht besteht die welt aus unzähligen türen, die es gilt, zu öffnen und ein menschenleben meint das durchschreiten ganz verschiedener aneinander grenzender lebens-räume. vielleicht bilden alle diese räume geöffnet einen gang, der sich im kreise dreht und die zeit strudelt rauschend darin. einen fuß um den anderen wandeln menschenjahre dahin, immer vorwärts zum beginn. und dort dann die einsicht, die keiner erlangt und trotzdem in blitzen das denken umrankt. es ist die suche nach einem offenen herzen, die forttreibt, neue texte an neuen wänden, andere farben und gerüche, bewegung in kopf und bein.
und der umgang mit der ungewissheit. verstehen, dass nichts bleibt, doch noch soviel kommen kann. ein ja folgt dem nein und das lächeln des fremden alten mannes dann, wenn der himmel am tiefsten hängt. bewegungslose momente harren deiner und vermitteln den weg nach drinnen. wechseln sich ab mit wissenslustiger neugier, süßen freudentaumeln und der unermesslichen gier nach leben.
was ist das, dein leben, wodurch bist du geworden, als was du dich empfindest, wo ist der angelpunkt deines bewusstseins, deine melancholie, dein denken, wo beginnt es?
ein text, der durch seine sprache, der viele assoziationen weckt, viele fragmente, die aber doch konsequent in eine richtung führen...
von: aki 22-02-2009
ein text, der durch seine sprache, der viele assoziationen weckt, viele fragmente, die aber doch konsequent in eine richtung führen...