home | Ausstellungen | Artikel | Fotografie | Malerei/Grafik | Mitglieder | Galerie Adam Ziege

NANE MANUNKA
(2 votes)
 

von svantje,

views : 570



schwer ist’s neuerdings. und kein verstehen. wo ist die zeit, die wir nicht zusammen durch die nacht gingen, den mond von seinem sockel holen, in schaufenstern lümmeln, einen plastebecher voll sekt, ein abend zweier diven.

deine küche ist noch nicht fertig renoviert, das leben war sehr launisch, hielt dem neue und alte begegnungen entgegen. menschen, katzen und abertausende ideen. und kräuterpflanzenzucht auf balkonien. ein heimelig anmutendes unterfangen. wozu nur der alte krampf mit der erziehung, warum dieser alpdruck im innern, all das führt ins nichts, wie das leben selbst. die angeknabberte seele scheut sich, dich gehen zu lassen.

leise, ein krokus, ein zartlilafarbener, der sich unter einem kiefernstrauch ausstreckt, erklärte den beginn und bestand unseres bündnisses. lila, der letzte versuch. warum musst du das so wörtlich nehmen. der letzte versuch des weiblichen. der inbegriff dessen. darum gehst du? mitten im akt? alle wollen wissen, wie's ausgeht, und du gehst? stehst nicht mal auf. bleibst einfach liegen. liebenliegen. liegenblieben. dem mann muss der schwanz erfroren sein in deiner eisig werdenden höhle. warum?

überall kann man dir begegnen. mit deinem klapprigen rad, wo sich die straßenbahnen versammeln. deine schwarzweiße plastetasche in diesem lächerlichen korb auf deinem gepäckträger. eine rolle grünen papiers ragt an der linken seite in den verkehr.

wann hast du dich entschlossen, zu gehen? mittendrin. gerade dann.

da war tinte in deine haut geritzt, ganz dicht neben mir. dann ein wiedersehen im selben kleid im dachgeschoss. die sonne, frühstückstrunken, die wir nie gemeinsam sahen.

katzenliebe teilten wir, schwarze. rinde von korkenzieherweide. blutrote blumen, deren saft die blätter nebenan tränkte.

und dann das makaberste von allem: ich lerne deine freunde kennen. deine kleinen eltern, die noch kleinere oma, onkel, tanten – wer weiß, wer sie alle waren.

die fassungslosigkeit im kaffee ersäuft, mit unmengen belegter brote erstickt. ich hätte meine trauer lieber auf den grund eines cognacglases gelegt. in den schoß der vielen strähnen dünnen hellen haares, das ich dir oft abschnitt. in deine hände, die du immer so seltsam knacksen ließest mit einer unnatürlich nach innen gewandten drehung.

die umarmung am müllplatz in dieser ungestimmten, deiner letzten nacht. eine menge von zwischentönen, von schaurigen lauten zwischen den tönen, die ich nicht verstand. die du nicht verstandst.

und nun? zwei jahre oder zwanzig. nichts wird sich klären.


   
Beitrag verlinken
Favorit
Drucken
unter to del.icio.us speichern

  RSS feed Kommentar
 

 


Name
Kommentar
 
99999
 
  This image contains a scrambled text, it is using a combination of colors, font size, background, angle in order to disallow computer to automate reading. You will have to reproduce it to post on my homepage
Tipp den Zweibuchstaben-Code ein:

   
   

Keine Kommentare vorhanden



mXcomment 1.0.9 © 2007-2010 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
< zurück   weiter >

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren

• e-mails Impressum •

 

 


© 2006-2008 artmovement - art on internet

myspace

 



Letzte Besucher: